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Missbrauch

Ein Theaterprojekt von und mit Petra Afonin
Regie: Remo Hofer

 

Grafik Premiere: Mittwoch, 18. Oktober 2006,
20:30 Uhr
„prinz regent theater“, Bochum

Das Theaterstück verfolgt ein anderes Ziel als die Boulevardpresse, die zum Teil durch markt- schreierische Berichterstattung oft sogar „Werbung“ für Missbauch macht. Das Theater möchte das Schweigen zum Tabuthema brechen, zur Diskussion anregen, denn hier ist Schweigen nicht Gold, es deckt die Täter und verrät die Opfer immer wieder neu.
Petra Afonin hat zum Thema ausgiebig recherchiert, sie sprach mit Opfern, Tätern, Juristen, Müttern von Opfern, hatte Gespräche mit Fachleuten in Organisationen und Einrichtungen, die im Rahmen von Prävention tätig sind.

Nach wie vor ist das Schamgefühl der Opfer Grundlage für das Schweigen zum Thema Missbrauch. Die Langzeitwirkung ist auch Thema des Theaterstückes, es geht um das

„lebenslängliche Paket“, das hier getragen wird.

Ein Programm, dass die gesamte Palette der Emotionen wiedergibt: einerseits sind da Ohnmacht, Zorn, Rachegefühle, andererseits der Wunsch nach Frieden, Versöhnung mit sich selbst und der eigenen Biografie.

Ein Theaterstück für Erwachsene.
Ein Theaterstück für uns alle.

„Alles was geschieht, geht dich an.“ – Günter Eich

 

Pressestimmen:

Anführung Beindruckend: Petra Afonin widmet sich Tabuthema.
Petra Afonin schafft in ihrem neuen Solostück eine vorbildhafte Gratwanderung zwischen Fingerspitzengefühl und Aufrütteln. Für dieses mutige Stück und seine feinfühlige Umsetzung ernteten Petra Afonin und der Regisseur Remo Hofer, der damit seine erste selbständige Arbeit vorlegte, vom Premierenpublikum lang anhaltenden Applaus ...
                                                                STADTSPIEGEL Bochum

Die Stärke des Stückes liegt darin, dass Petra Afonin aus dokumentarischen Fragmenten Charaktere entwirft, Menschen, die wir so ähnlich kennen oder selbst sein könnten. Sie gibt dem Schweigen ein Gesicht.
                                                                WAZ Bochum

Nach intensiver Recherche in Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen, nach Gesprächen mit Opfern und Müttern der Opfer ist daraus ein stiller, nachdenklich stimmender Abend geworden, an dem sie sich behutsam an den empfindlichen Gegenstand herantastet. Im spärlich ausgestatteten Bühnenraum schlüpft Afonin in verschiedene Rollen, wählt die Perspektive des Kindes, der Mutter oder der Sozialarbeiterin, konzentriert sich aber dabei immer auf eine eher dokumentarische Darstellung der Texte. So gelingt ihr die schwierige Gratwanderung zwischen emotionaler Einfühlung in die verschiedenen Figuren und nötiger Distanz. Eine sensible Arbeit, weit entfernt von peinlichem Betroffenheitstheater.
                                                                Monatsmagazin „Heinz“, November 2006

Auf der Bühne sind nur wenige Requisiten und mit diesen schlüpft die Schauspielerin in die verschiedenen Rollen. So lenkt nichts vom intensiven Spiel der Schauspielerin ab, die mit starker Überzeugungskraft über die Rampe kommt. Ein starkes Thema und eine starke Frau, die dem Problem „Missbrauch“ versucht ein Gesicht zu geben und es aus der Anonymität hervorzieht.
                                                                Theatermagazin „theater pur“ Dezember 2006

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